Ausbildung

Ausbildung zum Segelflugzeugführer

Fliegen ist nicht das exotische Hobby der Superreichen.Nein. Fliegen ist eine Freizeitbeschäftigung für Menschen unterschiedlichster sozialer und gesellschaftlicher Schichten. Eines haben sie alle gemeinsam:

  • Freude an der dreidimensionalen Bewegung im Raum,
  • Spaß an der Überwindung der Fessel der Schwerkraft,
  • Bereitschaft ständig dazuzulernen, Verantwortung übernehmen zu wollen
  • Freude, die Welt von oben betrachten zu können.

Bei der BwSFG können Sie das Segelfliegen mit seinen Berechtigungen Flugzeugschlepp und Hilfsmotorstart und Reisemotorsegler erlernen. Motorflugschulung können wir aus Versicherungs- und Kostengründen in unserem Verein leider nicht anbieten.

Einen kleinen Überblick über das Segelfliegen ohne Anspruch auf Vollständigkeit finden Sie in der nachfolgenden Zusammenstellung. Bei Interesse kommen Sie am besten einfach einmal bei uns auf dem Flugplatz vorbei. Wir fliegen jeden Samstag, Sonn.- und Feiertag auf dem Flugplatz in Nörvenich (Segelflug von ca. April bis Ende Oktober). Die Beschreibung der Ausbildung ist in Fragen aufgeteilt, die uns viele Menschen immer wieder stellen. Wenn Sie weitere Fragen zur Ausbildung haben, schreiben Sie uns einfach eine Mail.

  1. Ich würde ja gerne Segelfliegen lernen, aber ist das nicht gefährlich?
  2. Welche Voraussetzungen für die Ausbildung benötige ich?
  3. Gibt es bei der BwSFG auch eine theoretische Ausbildung?
  4. Wie läuft die praktische Ausbildung ab?
  5. Und wann habe ich dann meinen Flugschein?
  6. Ist das nicht furchtbar teuer und zeitaufwendig?
  7. Warum ist es ein Vorteil für mich, Segelfliegen im Verein zu lernen?

Ich würde ja gerne Segelfliegen lernen, aber ist das nicht gefährlich? (zurück)

Richtig ausgeübt ist Segelfliegen ein sehr sicherer Sport. Unter Fliegern heißt es "Das gefährlichste am Fliegen ist die Fahrt zum Flugplatz". Gefährlich kann es nur werden, wenn Leichtsinn und Unaufmerksamkeit im Spiel sind, doch unsere hervorragende Schulung nach den Richtlinien des DAeC lässt unvorsichtiges und unbedachtes Verhalten gar nicht erst entstehen.

Welche Voraussetzungen für die Ausbildung benötige ich? (zurück)

Segelfliegen lernen kann im Prinzip jeder Mensch, der mindestens 14 Jahre alt und gesund ist, d.h. ein Tauglichkeitszeugnis von einer fliegerärztlichen Untersuchungsstelle ("Fliegerarzt") vorweisen kann, und nicht deutlich mehr als 100 kg wiegt, da die Zuladung in den Segelflugzeugen beschränkt ist. Außerdem wird die Teilnahme an einem Kurs für Sofortmaßnahmen am Unfallort vorausgesetzt.

Gibt es bei der BwSFG auch eine theoretische Ausbildung? (zurück)

Ja, die gibt es. Unsere Fluglehrer unterrichten überwiegend in den Wintermonaten in den Fächern Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Aerodynamik, Flugzeugkunde (Technik), Verhalten in besonderen Fällen und Menschliches Leistungsvermögen. Außerdem wird eine Vorbereitung auf die Prüfung im Flugfunk angeboten.

Wie läuft die praktische Ausbildung ab? (zurück)

Am Anfang der praktischen Ausbildung fliegt der Flugschüler oder die Fluschülerin zusammen mit einem Fluglehrer im Doppelsitzer und übt grundlegende Dinge wie Start und Landung, Geradeausflug, Kurvenflug, Langsamflug, Schnellflug, Einteilung des Flugs, Beobachtung des Luftraums usw. Wenn die Fluglehrer der Meinung sind, dass der Flugschüler oder die Flugschülerin ausreichende Kenntnisse haben, kommt es zu den ersten drei Alleinflügen, die im Doppelsitzer absolviert werden - ohne den Fluglehrer, das erste Mal Freiheit pur.

Danach ist die Ausbildung noch nicht zuende, in weiteren Flügen auf dem Doppelsitzer mit Lehrer bzw. alleine auf unserem Schulungseinsitzer, dem Astir, muss weitere Flugerfahrung gewonnen werden, bevor man die praktische Prüfung ablegen darf.

Und wann habe ich dann meinen Flugschein? (zurück)

Bevor man seine praktische Prüfung machen darf, muss man die theoretische Prüfung abgelegt haben und eine gewisse Flugerfahrung haben, nämlich mindestens 25 Flugstunden, davon 15 Stunden Alleinflug. Den Flugschein bekommt man erst mit 16 Jahren, auch wenn man die Prüfungschon früher ablegt. Mit dem Flugschein, dem GPL, ist man dann auch berechtigt, Passagiere mitzunehmen.

Ist das nicht furchtbar teuer und zeitaufwendig? (zurück)

Ein bisschen Zeit sollte man schon mitbringen zum Fliegen. Segelfliegen ist ein Mannschaftssport, alleine kann man nicht viel ausrichten, auch wenn man dann letztendlich auch alleine fliegt. Es werden immer Leute gebraucht, um die Halle auszuräumen, die Flugzeuge aufzubauen, beim Start zu helfen, die Flugzeuge nach der Landung zum Startplatz zurückzuschieben, die Startkladde zu führen, die Flugzeuge am Abend zu putzen und alles wieder einzuräumen. Deshalb ist es wichtig, dass alle, die fliegen möchten, auch den ganzen Tag da sind, das heißt von 9:30 Uhr bis zum Ende des Flugbetriebs gegen Abend.

Wer regelmäßig kommt, kann die Ausbildung in zwei Jahren abgeschlossen haben, sofern das Wetter mitspielt. Realistisch sind zweieinhalb bis drei Jahre.

Segelfliegen ist nicht teurer als andere Sportarten, eher noch billiger. Die Segelfluglizenz kostet ca. 3000.- €.

Bei einer Dauer von drei Jahren macht das pro Monat ca. 80 Euro.

Nach den drei Jahren wird es sogar noch billiger, die Aufnahmegebühr ist schließlich nur einmal fällig, und später fliegt man nicht mehr dreimal jeden Flugtag für eine Viertelstunde, sondern vielleicht ein oder zweimal für mehrere Stunden, man hat also mehr für sein Geld.

Warum ist es ein Vorteil für mich, Segelfliegen im Verein zu lernen? (zurück)

Im Verein werden wichtige, im späteren beruflichen Leben absolut notwendige Schlüsselqualifikationen in der Gemeinschaft gefördert:

  • Einstieg in die Naturwissenschaft (Meteorologie, Physik, Aerodynamik, Strömungslehre) und Nutzung der durch die Natur gegebenen Energien
  • Technische Kenntnisse in Theorie und Praxis (Instandhaltung und Instandsetzung der Flugzeuge)
  • Rechtsverständnis (internationales und nationales Verkehrsrecht, Haftungs- und Vertragsrecht)
  • Verantwortungsbewusstsein für sich und andere
  • Vorausschauendes und vernetztes Denken, auch unter Zeitdruck
  • Stärkung der sozialen Kompetenz
  • Fähigkeit zur Teamarbeit

und nicht zuletzt die Teilnahme an einem aktiven Vereinsleben.

 


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