Longest Day 2005

Longest Day in Nörvenich

Früh am Morgen, 3:00 Uhr lokal, der Wecker klingelt. Jetzt schon? Ja jetzt schon!
Also raus aus den Federn und den Nachwuchs aus dem Schlaf gerissen. Der schaut erst etwas verdutzt aus dem Schlafanzug, realisiert aber recht schnell das es heute etwas früher als gewohnt zum Flugplatz geht.

Noch etwas Proviant und ein paar Getränke eingepackt und ab Richtung Albert. Albert will auch mit auf den Flugplatz und den holen wir vorher noch ab.

Wir liegen gut in der Zeit, Treffen ist um 4:00 Uhr vor dem Vereinshaus ausgemacht und wir haben erst 3:45 Uhr und sind nur noch 2 Kilometer vom Flugplatz entfernt.

Äh.., ich glaube ich habe meine Brille vergessen, so meldet sich mein Beifahrer zögerlich. Brille vergessen? Wie jetzt? Ohne Brille kann ich nicht fliegen. Kannst du was mit meiner Brille anfangen? Nein!

Verflixt! Also noch einmal zurück, Zeitplan zum Teufel, aber es hilft nichts.

Neuer Anlauf. Mittlerweile sind wir natürlich ein paar Minuten zu spät dran.

Wir kommen an die Wache wo uns ein etwas verdatterter Wachoffizier, ob der frühen Stunde, mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchtet. Wie Sie wollen fliegen? Um die Uhrzeit? Es ist doch noch dunkel. Natürlich kommt das dem Wachhabenden spanisch vor und wir werden genauestens unter die Lupe genommen, aber doch eingelassen.

Endlich auf dem Flugplatz angekommen. Die Winde läuft schon und es wuseln schon 10 bis 15 Leute durcheinander. Tragen Batterien, Fallschirme und sonstiges in unseren Bus um zum Start hinaus zu fahren.

Erste ernsthafte Schwierigkeiten tauchen auf. Der Schlüssel steckt auf unserem Lepo und die Türen sind abgeschlossen. Der Lepo ist in sofern wichtig, da wir nur mit diesem Fahrzeug die Windenseile ausziehen können die unsere Segelflugzeuge in die Luft befördern.

Allgemeine Ratlosigkeit. Hat jemand Ahnung wie man ein Auto knackt? Offenbar nicht. Frust macht sich breit, alles läuft wie am Schnürchen, nur kein Lepo.

Geistesblitz - wir haben doch noch unseren Traktor! Das ist die Idee! Wir nehmen den Traktor befestigen einen Balken auf der Ackerschiene und ziehen die Windenseile mit dem Traktor aus.

Der Traktor wird umgebaut und in der Tat - es funktioniert. Die Windenseile können wie vorgeschrieben mit einem vorgeschriebenen Abstand gleichzeitig ausgezogen werden.

Alles ist startklar. Die Flugzeuge wurden im Dunkeln aus der Halle geholt und im künstlichen Licht der Taschenlampe einer Vorflugkontrolle unterzogen.

Der erste Start erfolgt pünktlich bei Sonnenaufgang. Ein tolles Erlebnis. Die aufgehende rote Sonne und am Seil auf etwa 450 m gezogen zu werden.

Die ersten Starts sind absolviert und die Zeit ist schon Richtung 9:00 Uhr fortgeschritten. Mittlerweile haben wir schon ein paar Starts gemacht und auch einige Stunden hinter uns gebracht. Es ist Zeit fürs Frühstück!

Melanie hat vorgesorgt und für die ganze Mannschaft eingekauft. Es ist alles da. Brot, Aufstrich, Wurst, Käse, Eier, Kaffee usw. Echt toll!
Alle scharen sich um den Frühstückstisch und Melanie fährt auf.

Nach dem Frühstück geht es mit ungebremsten Elan weiter. Einem Start folgt der nächste. Alle kommen in die Luft. Der Tag wird immer besser. Wolkenloser Himmel mit viel Sonnenschein und hohen Temperaturen. Wir ziehen ein Flugzeug nach dem anderen in den Himmel.

Gegen Abend haben wir dann noch gegrillt. Alle waren gut drauf und recht zufrieden mit dem Tag.

Jetzt wurden nur noch die Flugzeuge versorgt. Waschen, Einräumen Materialien verstauen usw.

Alles in allem ein sehr schöner Flugtag, den wir dann im Vereinsheim haben ausklingen lassen.

Nächstes Jahr wieder zum:

Longest Day in Nörvenich

Guido Mies


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